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Neues aus der Vogelwelt in Münster und im Münsterland

Category: Aufrufe

Aatal zwischen MS- Kinderhaus und MS-Coerde, 02/03.02.16, H. Lauruschkus, C. Schulte

Seit mind. dem 2.2. hält sich ein farbberingter Mäusebussard im Aatal zwischen Coerde und Kinderhaus auf. Der Vogel trägt zwei auffallende gelbe Flügelmarken mit dem Code 9R. Er sitzt regelmäßig auf den Weidepfosten der Pferdekoppeln östlich von Haus Bröderich und ist von der Straße Zum Rieselfeld gut zu sehen. - Der Bussard ( w ) wurde am 5.6.2015 als Küken einer 3er-Brut in Ostwestfalen bei Werther-Theenhausen, 10 km westlich von Bielefeld ( 52.1108  N, 8.3818  O ) von Prof. Dr. Oliver Krüger ( Universität Bielefeld ) beringt. Möglicherweise versucht der Bussard im Aatal zu überwintern und dürfte dann in den nächsten Wochen regelmäßig hier angetroffen werden.-  Ablesungen erwünscht !

Daten bitte an Prof.Dr. Krüger schicken:  oliver.krueger@uni-bielefeld.de

Vielen Dank !

Deutschlandweites Meldesystem “ornitho.de” gestartet

ornitho

Ein neues Zeitalter bricht an: Das deutschlandweite Meldesystem für Vogelbeobachtungen ornitho.de des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) ist gestartet.

MSOrni wünscht ornitho.de einen guten Start und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit!

Hier geht es zu ornitho.de…

“Rabenplage im Münsterland”, 4.8.2011, S. Gerdes

In einem Bericht aus der Münsterländischen Volkszeitung mit der sehr sachlichen Headline “Dunkle Räuber entwickeln sich zur Plage” und in einem Bericht aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt mit dem Titel “Ärger um schwarze Vögel” werden unsere Rabenvögel mal wieder auf´s Korn genommen. Korn genommen triffts an dieser Stelle ganz gut, denn genau dies ist der Vorwurf einiger Landwirte.

Bei meiner täglichen Arbeit habe ich mal zwei Landwirte dazu befragt. Beide bestätigten mir, dass auch sie Schäden durch Dohlen in ihren Weizenfeldern festgestellt haben. Eine genauere Nachfrage ergab, dass der eine Landwirt die Schäden vor allem dort feststellen konnte, wo der Weizen ohnehin daniederlag (seiner Vermutung nach durch Wind, Regen oder Schwarz-/Rehwild). Der andere Landwirt beschrieb, dass der Weizen in diesem Jahr aufgrund der schlechten Wuchsbedingungen besonders kurzwüchsig sei und dass die Dohlen es daher einfacher hätten, an das Korn zu gelangen. Erfreulich neutral gab er zu, dass sich die Verluste (durch Dohlen) alles in allem aber noch in Grenzen hielten.

Ich fahre mehrfach die Woche raus zu den Landwirten im Münsterland und muss eigentlich sagen, dass ich nicht den Eindruck habe, dass der Dohlenbestand merklich zugenommen hat. Vielmehr gibt es natürlich lokal größere Gruppen und da will ich nicht ausschließen, dass es lokal zu Schäden kommt, über die der betroffene Landwirt sich ärgert.
Welche Erfahrungen haben denn unsere Ornis im Münsterland so gemacht? Wie genau holen sich die Dohlen das Korn und sind Forderungen nach Maßnahmen wie Vergrämen gerechtfertigt oder werden die Schäden übertrieben / den Dohlen nur zugeschustert?

In dem Bericht des landwirtschaftlichen Wochenblatts werden außerdem (angeblich, auf jeden Fall wohl amtsveterinärlich bestätigt) durch Rabenkrähen verursachte Hack-Verletzungen bei Schafen angeprangert. Hab schon häufiger davon gehört, so etwas aber noch nie beobachtet. Jemand von euch? Unter welchen Bedingungen könnte solch ein Verhalten vorkommen und gibt es tatsächlich “keine andere Lösung” als den Abschuss von “gut 50 Rabenkrähen”?

Kommentare erbeten ;-)

Situation der Schleiereulen in Münster, Frühjahr 2011, S. Gerdes

Am 18.6. erbrachte ( wie befürchtet ) eine Kontrolle der Schleiereulenkästen im Süden von Münster ein ernüchterndes Ergebnis: Bei insgesamt 9 kontrollierten Kästen keine einzige Schleiereulenbrut! Nur bei wenigen Kästen  ließen augenscheinlich eher diesjährige Gewölle zumindest auf die ( sporadische ? ) Anwesenheit eines Vogels schließen. Den/die Partner hat es wohl dahingerafft. So wurden an einem Standort je 1 toter Altvogel und ein ( vorjähriger ) Jungvogel gefunden. Bei zwei weiteren Höfen berichteten die Landwirte von insgesamt 3 weiteren Totfunden.

Die schneereichen Winter der letzten beiden Jahre und das diesjährige offenbar ” schlechte ” Mäusejahr ( Aussage von Mitarbeitern des Julius-Kühn- Instituts) haben den Schleiereulen wohl stark zugesetzt. Interessanterweise sind die Steinkäuze von diesen Einbußen offenbar weniger stark betroffen. Für eine Erholung der arg gebeutelten Schleiereulenbestände hierzulande sind wieder etwas mäßigere Winter mit weniger lang anhaltenden Frostperioden und dünneren Schneedecken unabkömmlich. Ein Appell an die Landwirte : Gerade im Winter können für Schleiereulen offen und zugänglich gehaltene  Scheunen und Schuppen  u. U. schon einen wichtigen Beitrag zu ihrem  Schutz gewährleisten.

MS-Häger, 22.03.2011, Studienprojektgruppe Rebhuhn u.v.a.

Die gestrige Rebhuhnsynchronzählung im Bereich Uhlenbrock war ein voller Erfolg. Bei optimalen Wetterbedingungen, aber stellenweise akustischer Beeinträchtigung durch landwirtschaftliche Flächenbearbeitung konnten zwischen 18:40 Uhr und 19:45 Uhr von 15 Standorten insgesamt 60 Rebhuhnkontakte zusammengetragen werden.
Einzelne Hähne haben während der Erfassung den Standort um mindestens 500 Meter verändert, sodass Aussagen zur Gesamtzahl der Rufer noch einer genaueren Betrachtung der Daten bedürfen. Auf die Schnelle kann man aber von mindestens drei Hähnen ausgehen. Höchstwahrscheinlich kommt aber noch ne Schüppe drauf.

Rebhuhnbalz in Häger (MP3) Aufnahme: J.O. Kriegs

Als Beigabe gab es noch eine Heidelerche.

haeger1 haeger2 haeger3 Nach der Rebhuhn-Synchronzählung, (c) J.O. Kriegs

Aufruf: Wespenbussard-Synchronzählung am 25.7. und 1.8.

Aktuelle Fotos von Wespenbussarden in der Davert, 23.7.2010 (Fotos (c) Jan Ole Kriegs)

wespe2307-2395 wespe2307-2406 Wespenbussard

wb250710-24871 Dieses Mal gilt wieder das Motto: “Jeder Zähler zählt”

Am 01.08. (Sonntag) wollen wir in diesem Jahr nochmal die Wespenbussardsynchronzählung in der Davert wiederholen.

Am 25.7. fand bereits eine Zählung statt. Einige Bilder sind hier zu sehen. Da Wespenbussarde äußerts heimlich unterwegs sind, werden ihre Bestände häufig unterschätzt. In den nächsten Wochen sind die Tiere bei gutem Wetter in den Mittagsstunden allerdings recht auffällig unterwegs und veranstalten über ihren Revieren wellenartige Schmetterlings- oder Parabelflüge.
Diese vermutlich hormonell bedingte Unachtsamkeit der Tiere werden wir ausnutzen, um einen etwas besseren Überblick über die Verbreitung in der Davert zu bekommen.

Verteilt auf Stellen mit gutem Über- und Weitblick werden die kleinen Teams die Mittagsstunden von 12:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr Ausschau nach Greifvögeln halten. Alle Wespenbussardkontakte werden mit Uhrzeit, Flugrichtung und Geschlechtsangaben in Karten festgehalten. Wer eine Kamera hat, kann zusätzlich noch Fotos der Tiere machen. Vielleicht sind ja Individuen des letzten Jahres wiederzuerkennen. Neben mindestens acht Wespenbussardpaaren gabs im vergangenen Jahr auch Baumfalke, Rotmilan und Schwarzstorch zu sehen. Also auch unabhängig vom Wespenbussard ein netter Tag in ansprechender Umgebung. Im Anschluss an die hoffentlich erfolgreichen Mittagsstunden mit vielen
Greifvogelkontakten gibts noch kalte Getränke und heißes Grillgut im Schatten. Wer Zeit und Lust auf ein paar sonnige Sonntagsstunden in der Davert hat, ist herzlich eingeladen, ein Team zu bilden, oder sich an einem zu beteiligen.

Treffpunkt ist am1.8. um 11:00 Uhr am Hindenburgplatz, gegenüber der Frauenstraße, oder alternativ um 11:40 Uhr am Hiltruper Bahnhof. Bei schlechtem Wetter fallen die Termine ggf. aus. Zur weiteren Planung bitte bei Interesse bei mir zurückmelden, damit ich Standorte und Lebensmittelversorgung vorbereiten kann. Wenn Ihr mit Auto kommen könnt, bitte auch das mit angeben, um Fahrtgemeinschaften zusammenzustellen. Jeweils einige Tage vor den Terminen würde ich mich nochmal melden und die letzten Details durchgeben.

Auf gutes Wetter und rege Teilnahme hoffend,
bis bald, schönen Gruß
Kristian

11 Birdrace-Teams in Münster angemeldet! (7.5.2010)

Mit 11 Teams ist Münster (neben Herford -> das ist ein unbeugsames Dorf in OWL) die Bundes-Birdrace-Hauptstadt. Aber noch besser: Alle Teams fahren, wie es sich für Münster gehört, Fahrrad!

Laut Wetterbericht sollen es sonnige 25° werden, da wird das Ganze eine super Sache. Wer sich noch nicht entschlossen hat mitzumachen, hier geht es zur Anmeldung: www.dda-web.de

Knopperngallen in Westfalen 2009, Reiner Feldmann

knopperngalle_rf_150909 Knopperngalle, (C) Reiner Feldmann

Im September 2007 fand ich im Umfeld von Kessebüren und Frömern zahlreiche Knopperngallen unter randlichen Stieleichen. Die extrem seltene Galle, von der bis zu diesem Zeitpunkt nur ein westfälischer Fundpunkt bekannt war (Rombergpark Dortmund), ist durch ihre skurrile Gestalt unverkennbar und sitzt jeweils auf einer Eichel. Finden kann man sie unschwer auf den Randwegen des „Jungholz“ östlich von Unna-Kessebüren. Ihre Seltenheit verdankt sie der Tatsache, dass der Gall-Erreger, die Knopperngallwespe Andricus quercuscalicis, neben einem Generationswechsel im Jahreslauf auch noch einen Wirtswechsel vollzieht, wozu sie eine ziemlich exotische, bei uns nur selten angepflanzte Baumart nutzt: die Zerreiche, Quercus cerris.

In den Jahren 2008 und 2009 konnte ich die obigen Vorkommen erneut bestätigen und zusätzlich 16 neue Nachweise erbringen. Ich bin an Hinweisen auf das Vorkommen von Knoppern und/oder Zerreichen sehr interessiert und bitte ggf. um Mitteilung (eMail: feldmann-reiner (at) t-online.de).

Anmerkung: Im September 2009 wurden im Allwetterzoo Münster bereits zahlreiche Knopperngallen durch H. Terlutter entdeckt).

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